Faulheit oder Der hinkende Alois

1980 in Wisen SO gedreht
Komödie, Drama
Schweiz 1980
Regie: Georg Radanowicz
Drehbuch: Georg Radanowicz · Franz Rueb
Sprache: Deutsch
Dauer: 59 Minuten

Alois Gisler, der sich vom Ausland her in seinem schweizerischen Heimatort zur Ruhe gesetzt hat, ist entschlossen, die verbissene eidgenössische Plackerei nicht mitzumachen. Er arbeitet nur, wann es ihm paßt, was dem treuherzigen und schlitzohrigen Faulpelz herbe Kritik einträgt. Eine Wallfahrt nach Lourdes heilt zwar seine Beine, aber nicht seine Arbeitsmoral.

Georg Radanowiczs Fernsehfilm FAULHEIT ODER DER HINKENDE ALOIS (1980) ist eine humorvolle Schweizer Gesellschaftssatire und der Auftakt der berühmten TV-Reihe “Die sieben Todsünden” des damaligen Fernsehens DRS.

Der Film porträtiert die schweizerische Arbeitsmoral mit einem ironisch und kritischen Augenzwinkern. Im Zentrum steht der Konflikt zwischen der gesellschaftlichen Erwartung, stets produtktiv zu sein, und dem legitim erscheinenden Wunsch, sich dem Müssiggang hinzugeben.

Georg Radanowicz (1939-2025) war ein Schweizer Filmregisseur und -produzent. Er lebte bis 1941 in Teheran und wuchs dann in Basel auf. Nach der Matura besuchte er die Fotoklasse an der Kunstgewerbeschule Zürich und studierte Architektur an der ETH Zürich. Ab 1968 lebte er in Zürich, bereiste Jugoslawien, Ägypten, die USA, die Sowjetunion und Polen. 1971 gründete er zusammen mit Fredi Murer, Markus Imhoof, Iwan Schumacher, Friedrich Kappeler und Sebastian C. Schroeder die Nemo Film GmbH.