Faulheit oder Der hinkende Alois
1980 in Wisen SO gedrehtAlois Gisler, der sich vom Ausland her in seinem schweizerischen Heimatort zur Ruhe gesetzt hat, ist entschlossen, die verbissene eidgenössische Plackerei nicht mitzumachen. Er arbeitet nur, wann es ihm paßt, was dem treuherzigen und schlitzohrigen Faulpelz herbe Kritik einträgt. Eine Wallfahrt nach Lourdes heilt zwar seine Beine, aber nicht seine Arbeitsmoral.
Georg Radanowiczs Fernsehfilm FAULHEIT ODER DER HINKENDE ALOIS (1980) ist eine humorvolle Schweizer Gesellschaftssatire und der Auftakt der berühmten TV-Reihe “Die sieben Todsünden” des damaligen Fernsehens DRS.
Der Film porträtiert die schweizerische Arbeitsmoral mit einem ironisch und kritischen Augenzwinkern. Im Zentrum steht der Konflikt zwischen der gesellschaftlichen Erwartung, stets produtktiv zu sein, und dem legitim erscheinenden Wunsch, sich dem Müssiggang hinzugeben.